Letztes Jahr hatte sich die Tochter in ein Kleid aus der Burda 8/20 Nr. 102 verguckt.
Im hiesigem Stoffladen fand ich eine weiche sehr trageangenehme Viskose, die genau dazu passte.
Als die Tochter Ostern zu Besuch kam, habe ich sie erstmal ausgemessen. Dann den Schnitt abgepaust und den Schnitt anprobieren lassen. Schnitte pause ich meist auf Seidenpapier, das mache ich eigentlich ganz gerne, so habe ich für mich einen Vorrat an fertigen Schnitten.
Bei der Tochter habe ich den Brustpunkt am Vorderteil bestimmt und dann den Abnäher heruntergesetzt. Gepaßt hat es aber noch nicht, ich musste noch eine FBA (FullBustAdjustment) machen.
Es gibt dazu auch eine Formel: Brustweite cm - Oberbrustweite cm / durch 2 = X cm
Den Schnitt vom Vorderteil habe ich in der Taille durchgeschnitten. Dann habe ich den Schnitt am Abnäher und an einer senkrechten Linie aufgeschnitten und geweitet (siehe Foto).
Anschließend habe ich alles nochmals neu auf Seidenpapier gezeichnet. Die Tochter wollte noch Bindebänder in der Taille, das habe ich beim Zuschneiden zugefügt.
Die Viskose hat meine Bernina nicht gemocht, sie hat sie immer wieder eingezogen und Fadensalat produziert. Da hat auch die Mikrofasernadel nichts geholfen. Ich denke ja über eine neue Maschine nach, das Modell ist aus dem vorigem Jahrhundert, aber dicke Stoffe näht sie prima.
Im Rückenteil wurde der Schlitz mit 2 Knöpfen geschlossen.
Der Tochter fehlten Taschen, falls wir das nochmals nähen, wird das berücksichtigt. Beim nächsten Kleid würde ich mich auch nicht an die BurdaAnleitung halten, sondern das Kleid so nähen, das es auch eine schöne Innenseite hat (Sandwich Technik, Französische Nähte).
Der Halsausschnitt ist aktuell wie man an dem Sommermodell von Maje sieht.





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LG Nadine
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