Spinnrad Nr. 5 - (schwäbisches) Wollspinnrad

Das Spinnrad stand im Nachbarort zum Verkauf. Es hatte lange zur Dekoration gedient. Da es nur eine Spule hat und auch nur einen Haken, war ich noch kurz unentschlossen. Aber es sah so schön "Märchenhaft" aus, da durfte es mit und sich meiner Herde anschließen.

Es läßt sich einfach auseinanderbauen, sämtliche Holzverschraubungen habe ich aufgedreht, gesäubert und wieder eingedreht.

Ein neues Treibband hat es bekommen (es lag gerade ein roter Rest von eine Kordel griffbereit), und ein Stück Nylonschnur für die Bremse.

Der Spinnwirtel ist auf einem Filzlager gelagert und auch sonst hat sich der Drechsler Mühe gegeben um ein spinnbares Spinnrad herzustellen.
Leider ist ihm das Einzugsloch innen etwas gratig geraten. Die erste Versuchswolle (ein braunes Batt Crossbreadwolle) mochte es gar nicht.
Mit der roten Kammzugswolle hat es sich dann schnell angefreundet.
Der eine Haken ist auch kein Problem, er läßt sich schnell versetzen.

Es läßt sich leicht treten, die Beinchen könnten etwas stabiler sein.





Mit dem schönen Aufsatz ein Spinnrad, ideal für "Märchen am Spinnrad" aber sicherlich nicht ein Arbeitsrad, auf dem mal schnell ein Kilo Wolle gesponnen wird.

Schwäbische Wollräder werden auch noch hergestellt zum Beispiel bei der Drechslerei Weiß in Sontheim. Die Spule hat jedenfalls die gleiche Länge und das Aussehen wie die Spule des schwäbischen Wollspinnrades. Dieses ist jedoch zweifädig während mein Neuzugang einfädig ist.




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