Alles Handarbeit

hieß die Sendung gestern abend im BR1.  Der Schmidt Max hat in einem Handarbeitsladen Stricken gelernt. Der Laden gehört Karin Weindl in Friedberg bei Augsburg. Interessant, ein Strickkurs dauert 3 Stunden und kostet 25 Euro plus Materialkosten im Laden. Von den drei Damen hatten zwei aber definitiv keinen Strickkurs nötig. Der Schmidt Max erkundigte sich, in dem gut gefüllten Geschäft auch nach den Wollpreisen. So 3 - 8 Euro müsse er pro Knäuel schon rechnen, meinte die Inhaberin, Am Schluß verließ er den Laden mit einer Mütze, ich glaube es war Lang Yarns Omega, ein günstiges Polyestergarn, das garantiert nicht "beißt" wie die Inhaberin sich ausdrückt.

Die Diskussion das Wolle "beißt", hatte ich erst am Dienstag im Handarbeitsladen. Vor allem ältere Leute wollen keine "beißende Wolle" sondern lieber Polyester. Da helfen auch keine Fühlproben und auch das Wolle ja viel länger warm hält als Polyester interessiert nicht.
Die Abneigung gegen Wolle wird mit der selbstgesponnen Wolle der Oma und daraus gestrickten Leibchen und Strümpfen begründet. Die Wolle kam wahrscheinlich von Fleischschafen und konnte von der Oma auch nicht so gut vorbereitet werden. Bestimmte Wollrassen, zum Beispiel das rauwolllige Pommersche Landschaf haben auch eine Wolle, die nach dem Stricken erst mal was "beißt". Ich trage meine Weste daraus jeden Tag, sie hält schön warm und das "Beißen" hat sich gelegt.

Wer in Müchen wohnt und Guerillastricken interessant findet, der findet hier Anschluß:
"Wer sich für Strick-Graffiti interessiert oder mal bei einer Guerilla-Aktion mitmachen möchte, kann sich bei Andrea Unterstraßer informieren. Entweder unter www.unterstrasser.com oder unter 089/72 99 99 57" (Quelle br1)

Kommentare