Das Wollschaf 10/2015 - Der Perfektionist und das Ribbeln

Jede Masche in Reih’ und Glied oder einfach mal Fünfe gerade sein lassen – wie perfektionistisch bist Du bei Deinen Stricksachen?
Bist Du absolut penibel oder erlaubst Du Dir auch mal kleine Schlampigkeiten?
Das Wollschaf.

Je älter ich werde, um  so mehr neige ich zum Perfektionismus, was die Strickerei angeht.

Wenn ich einen Fehler entdecke, wird geribbelt. Das ist ja das schöne an der Wolle, sie verzeiht Fehler (im Gegensatz zum Stoff).
Bei dem letzten Pullover für die Tochter habe ich fast den ganzen Pulli geribbelt, er war nämlich zu groß.

Manchmal gefällt mir aber auch nach Fertigstellung ein Detail nicht, dann wird auch geribbelt bzw. eine Naht wieder aufgetrennt und neu genäht. Wenn nach der ganzen Strickarbeit die Nähte nicht gut aussehen, dann mag ich das Teil auch nicht anziehen.
 
Als ich noch nicht so perfektionistisch war, habe ich die zum Beispiel das Garn bis zum Schluss verstrickt und die Enden dann vernäht, das ist für mich mittlerweile ein No-Go. Lieber Garn übrig lassen und den Faden dann in der Naht vernähen. So mache ich es auch, wenn ich Knoten im Garn finde, da wird die Reihe dann mitunter wieder aufgetrennt.

Bei schwierigen Mustern muss ich ganz selten ribbeln, vielleicht durch das aufpassen.
Klar passieren auch da mal Fehler, meisten versuche ich dann durch das Fallenlassen von Maschen, den Fehler zu beheben.

Bei dem Amish soll es so sein, das ein Fehler sogar mit eingebaut wird, damit man weis, das es handgemacht ist.
Aber das ist jedem selbst überlassen.

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